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Kinder – ihr Schutz ist unsere Zukunft
Jeder Mensch hat Rechte – und die gelten selbstverständlich auch für Kinder. Dennoch bedürfen Kinder eines besonderen Schutzes. Sie befinden sich noch in der körperlichen und geistigen Entwicklung, die auf vielfältige Weise gefördert werden sollte, sind abhängig von ihren Eltern und anderen Erwachsenen, die sich zu Hause, in Schule, Ausbildung und Gesundheitswesen um ihr Wohl kümmern. Kinder sind die Zukunft, das Kapital ihres Landes. In den meisten Entwicklungsländern stellen sie den größten Anteil an der Bevölkerung. Wenn sie unter guten Lebensbedingungen aufwachsen, sinkt die Gefahr von Konflikten, während die Chancen auf eine nachhaltige globale Entwicklung steigen.
Es ist daher erfreulich, dass die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) von 1989 die weltweit am häufigsten unterzeichnete UN-Konvention ist. Dennoch werden die Rechte von Kindern – gemeint sind damit alle unter 18-jährigen – auf Schutz, Förderung und Teilhabe auf verschiedene Weise immer wieder verletzt. So sterben weltweit täglich Zehntausende Kinder, die meisten an vermeidbaren Ursachen wie Unterernährung oder behandelbaren Krankheiten. Viele Kinder erleben physische, psychische oder sexuelle Gewalt, die ebenfalls tödlich enden kann. Sie werden zu Zwangsehen oder schwerster, gesundheitsschädlicher Kinderarbeit gezwungen, haben keine angemessene Gesundheits- und Sozialversorgung. Zahlreiche Mädchen müssen eine Genitalverstümmelung über sich ergehen lassen. Sie werden zudem in einigen Ländern oft von Geburt an in vielerlei Hinsicht benachteiligt und vernachlässigt.
Millionen Kinder erhalten keine oder nur eine unzureichende (Schul-)Bildung. So besuchen weltweit rund neun Prozent aller Kinder im Grundschulalter keine Schule – und das, obwohl sowohl die Millenniumsziele (2000-2015) als auch die seit dem Jahr 2015 in der Agenda 2030 festgelegten Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) die Bildung in den Blick nehmen.
Nicht zuletzt leben viele Kinder in Konfliktgebieten oder müssen diese ungewollt verlassen. Als Geflüchtete sind sie gesundheitlichen und sozialen Einschränkungen sowie Diskriminierungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. Mittlerweile sind die Hälfte aller Geflüchteten Kinder.
Nachhaltige Entwicklungsziele und Kinderrechte
Trotz UN-Kinderrechtskonvention ist also noch viel zu tun. Die DIZ und ihre Partnerorganisationen setzen sich daher in vielfältiger Weise für die Rechte und den Schutz von Kindern ein – ganz im Einklang mit den nachhaltigen Entwicklungszielen, die alle auch den Kindern zugute kommen. Als Beispiele seien SDG 1 „Keine Armut“, SDG 2 „Kein Hunger“, SDG 3 „Gesundheit und Wohlergehen“, SDG 4 „Hochwertige Bildung“ und SDG 5 „Geschlechtergleichheit“ genannt. Die DIZ unterstützt Projekte ihres indischen Ankerpartners Ecumenical Sangam wie Kindergärten oder Berufsausbildungsprojekte, die dazu beitragen, dass Frauen und Männer ein auskömmliches Einkommen erwirtschaften können. Dies erhöht die Chancen, dass die Kinder gut versorgt und ausgebildet werden. Zudem fördert die DIZ mit dem Ecumenical Sangam die Gesundheit durch Aufklärung über die in Indien noch weitverbreiteten Krankheiten Lepra und Tuberkulose.
Freiwilligendienst mit Kindern
Auch unsere Freiwilligen aus Deutschland und Indien, die über das das weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Ausland oder in Deutschland einen Freiwilligendienst leisten, haben bei ihrer Arbeit häufig mit Kindern zu tun: In Kindergärten, in Schulen und Sportprojekten können sie dazu betragen, Kindern eine optimale Entwicklung und gute Lebensperspektiven zu ermöglichen. Bei der Arbeit mit Kindern ist eine besondere Sensibilität im Umgang erforderlich, auf die die DIZ ihre Freiwilligen gründlich vorbereitet. Zudem verpflichten sich alle Freiwilligen, die mit Kindern arbeiten, auf die Kinderschutzregeln der DIZ. Diese umfassen unter anderem den respektvollen Umgang mit Kindern, der Machtmissbrauch in jeglicher Form ausschließt.
Children – Our Future depends on their Protection
Every human being has rights – and it goes without saying that they are similarly valid for children. However, children need special protection. They are still developing, physically and mentally, which should be fostered in various ways. They depend on their parents and other adults who take care for them at home and at school, during their education and within the health system. Children are the future and the assets of every country. In most of the countries in the Global South, they constitute the largest share of the population. If they are fortunate to grow up in good living conditions, the risk of conflicts declines while chances for a sustainable global development increase.
It is therefore encouraging that the UN Convention on the Rights of the Child from 1989 is the most commonly signed UN convention worldwide. Nevertheless, child rights – children below the age of 18 – regarding protection, support and inclusion are being violated again and again. Hence, ten thousands of children die worldwide on a daily basis, most of them caused by avoidable reasons like malnutrition or curable diseases. Many children experience physical, mental or sexual violence which can also cause death. They are forced into marriages or to working under hardest and harmful conditions without any appropriate health or social insurance. Numerous girls must endure genital mutilation. Additionally, they are disadvantaged in various ways from their birth onwards and neglected in many countries.
Millions of children obtain no or insufficient school education. Around nine percent of the children within the primary school age worldwide are not going to school – despite the Millennium Development Goals (2000-2015) as well as the goals of the agenda 2030 for sustainable development decided upon in 2015 (Sustainable Development Goals, SDGs) focussing also on education.
Last but not least, many children live in conflict areas or have to leave them involuntarily. As refugees, they are more exposed to health and social restrictions as well as discrimination. Half of all refugees are now children.
Sustainable Development Goals and Children Rights
Based on the UN Convention on the Child Rights, there is still much to be done. Therefore, the Indo-German Cooperation and its Partner Organisations promote Child Rights and protection in various way and completely according to the Sustainable Development Goals also benefitting children. Examples include SDG 1 “No Poverty“, SDG 2 “No Hunger“, SDG 3 “Health and Wellbeing“, SDG 4 “Quality Education“ and SDG 5 “Gender Equality“. The Indo-German Cooperation supports projects of its Indian anchor partner Ecumenical Sangam such as kindergardens and vocational education projects, contributing to the possibility for women and men to earn adequate salaries. This increases the chance for children being well taken care of and educated. Additionally, together with the Ecumenical Sangam the Indo-German Cooperation supports health through awareness campaigns of diseases like leprosy and tuberculosis which are still widespread in India.
Voluntary Service with Children
Volunteers from Germany and India are sent or received by the Indo-German Cooperation, volunteering abroad or in Germany in the framework of the weltwärts programme of the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) are involved with children often during their services. In kindergardens, schools and sport projects they can enable the kids to have an ideal development and positive life perspectives. Working with children requires a special sensitivity in dealing, for which the volunteers will be thoroughly prepared by the Indo-German Cooperation. Additionally, all volunteers commit themselves to comply with the Child Protection Rules of the Indo-German Cooperation. They include among others respectful contact with children completely excluding every form of violence.